Berlemann liefert Tore für die kritische Infrastruktur in Großbritannien

Das Thema Sicherung der kritischen Infrastruktur (KRITIS) bekommt in Deutschland zunehmend Bedeutung. Dies umfasst ein ganzes Bündel an Sicherheitsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich, im Bereich der IT-Sicherheit, bei Prozessen und vielem mehr. In der Freigeländesicherung (Perimeterschutz) wird der äußere Schutzring üblicherweise von mechanischen Sicherungseinrichtungen mit Zäunen und Toren gebildet, die ggf. mit elektronischen Detektionseinrichtungen zur Übersteig- und Durchbruchdetektion ergänzt werden.

Blickt man ins europäische Ausland, so sieht man, dass gerade in Großbritannien die Angst vor Terror­anschlägen deutlich stärker ausgeprägt ist als in Deutschland. Dies spiegelt sich auch in den eingesetzten Sicherungs­­maßnahmen wider. Typisch sind massive Palisaden­zäune, die oft zusätzlich auf der Innenseite und an hohen Überständen mit 10kV-Puls Stromleitungen gesichert werden. Selbstverständlich muss diese Schutzart auch im Bereich der Zufahrten realisiert werden, die üblicherweise mit Schiebetoren gesichert werden.

Hier hat sich der deutsche Hersteller Berlemann Torbau GmbH aus Neuenkirchen, der seine Produkte unter dem Markennamen INOVA vertreibt, in den letzten Jahren eine feste Position im englischen Hoch­sicherheits­­markt erarbeiten können. In enger Zusammen­arbeit mit dem englischen Vertriebspartner wurden die besonderen Anforderungen des Endkunden, einem großen Energie- und Wasserversorger, aufgenommen. In der eigenen Entwicklungs­abteilung wurde eine modulare Lösung basierend auf der bewährten INOVA Industrie-Schiebetor­serie erarbeitet und über die Jahre kontinuierlich optimiert.

„Herausfordernd waren bei der Entwicklung die teilweise gigantischen Dimensionen der Toranlagen,“ berichtet Verkaufsleiter Claus Heidrich. „Für eine Versorgungs­einrichtung auf dem Olympiagelände in London haben wir mit 5m Höhe eines der höchsten Schiebetore in der Firmengeschichte gebaut, das darüber hinaus noch mit 1,6m Verlängerungen für 10kV Puls ausgestattet wurde.“

Besonderes Augenmerk setzt Berlemann auf eine technische Integration der Kundenanforderungen. Beispiele hierfür sind verdeckte Verschraubungen oder eine in den Unterholm integrierte Torflügelerdung, da die Anlagen häufig im Bereich von Hochspannungsleitungen eingesetzt werden. Dadurch wirken die Anlagen „wie aus einem Guss“ und bieten weniger Möglichkeiten für Angriffe oder Manipulation.

Berlemann realisiert auch Spezialkonstruktionen, wie Toranlagen, die in überschwemmungsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Hierfür wurden alle stromführenden Komponenten einschließlich der im Unterholm integrierten Antriebsstation auf eine Höhe oberhalb 60cm montiert. Der Torflügel ist vor den Unterholm montiert und ebenfalls mit 10kV Puls ausgestattet.

Von Anfang an überzeugte der integrierte Ansatz und die hohe Zuverlässigkeit der INOVA-Tore den englischen Kunden. Nach gemischten Erfahrungen mit Schiebetoren unterschiedlicher Hersteller wurden von dem Versorgungs­unternehmen für zukünftige Lieferungen sowohl die Tore als auch der Herstellungs­prozess einem anspruchsvollen Audit unterzogen. Hier konnte Berlemann bislang als einziger Hersteller die hohen Anforderungen der individuellen Werksnormen erfüllen und sich so als bevorzugter Lieferant etablieren.

Im deutschen Markt fallen die Sicherungs­anlagen, zumindest im industriellen Bereich, zumeist (noch) weniger martialisch aus. Doch auch hier kann Berlemann als Systemanbieter für Freigelände­­sicherung mit integrierten Lösungen punkten. Neben der mechanischen Sicherung mit Schiebetoren, Zaun und weiteren Zugangs- und Zufahrtslösungen vertreibt der Hersteller elektronische Übersteig- und Durchbruch­detektion die optimal auf die mechanischen Komponenten angepasst sind und auf Wunsch auch verdeckt montiert werden können.